Phantasialand-Nostalgie

Alte Shows 2

 



Das Gebäude

Das kulturelle Herz von Chinatown schlug im Tanagra-Theater. Es vereinte hinter seiner prachtvollen, goldverzierten Fassade chinesische Märchen, mystische Tänze und zierliche Elfen. Noch bevor sich die wie von Geisterhand bewegten seitlichen Eingangstüren öffneten, spürte der Besucher etwas von jener Poesie.

Lächelnd wurde der Besucher des Tanagra-Theaters am Eingang empfangen, lächeln verabschiedet. Im mahagonigefaßten Plüsch zurückgelehnt, wurde der Zuschauer im Tanagra-Theater entführt in verzauberte Gärten, verborgene Paradiese, in eine längst versunkene Märchen- und Fabelwelt.

Wie aus einer anderen Welt entstiegen die Figuren und Fabeltiere dem Boden der Bühne des Tanagra-Theaters und verschwanden wieder in der Versenkung. Als wurden sie von Geisterhand gesteuert, balancierte die Hundegestalt auf dem Ball nach dem Taktstock einer chinesischen Zirkusprinzessin, tanzten winzige Elfen, Aras pfiffen eine zarte Melodie. Lampions kamen aus der Decke auf die Besucher zu. Fast zum Anfassen!

 
Der Ablauf

Den Anfang der Show machte immer ein älteres Ehepaar, welches sich auf einem Balkon eines Theaters befand. Ich habe leider nur einen Teil des Mitschnitts. Nichts desto trotz möchte ich ihn euch nicht vorenthalten:
...
Sie: Gestern noch in Dortmund und heute schon in Kina, dat is für mich wie en Wunder!
Er: Dat ist kein Wunder, dat is Neckermann.
Sie: Als junges Mädchen wollte ich immer nach Kina.
Er: Schade, dat de nicht gefahren bist, dann wär ich jetzt nicht verheiratet.
Sie:.......(leider unverständlich auf VHS)...dann kannst du.....(leider unverständlich)...
Er: Trotzdem.....(leider unverständlich)....
Er: Wieso dat denn?
Sie:schhh...ich glaub et jeht los,Vadder! Oder wat meinst du? Warum sachste denn nichts? 

Danach wurde leider die Videokamera ausgeschaltet.
Aber daran kann ich mich noch ganz gut erinnern.
Sie sah ein bißchen aus wie Helga Feddersen und er wie Oliver Hardy, besser bekannt als Olli aus Dick und Doof. Naja, zumindest ein bißchen Ähnlichkeit.
Dann kam die Szene mit zwei maskierten Kämpfern, wohl Stockkampf, wenn ich mich richtig erinnere. Und dann dieses Mädchen was ihren Löwen auf einem Ball animiert nur auf den Hinterpfoten zu stehen.

Im Anschluss kamen all die Flamingos und andere bunte Vögel auf Bäumen aus dem Untergrund empor. Ein Pfau schlug sein Rad und die Flamingos tanzten um den Baum und schlugen mit den Flügeln. Dazu wurde ein ruhiges, instrumentales  Lied gespielt.

Dann kam das Hofkonzert in Chinatown, vorgetragen von 4 Fröschen. Vor ihrer Bühne saß ein Katzenpaar und ein Hamster im Schaukelstuhl. 


[......]

Es folgten die 4 Krokodile, die man auch heute in der Geisterrikscha wiederfindet.
Sie hatten alle Musikinstrumente und hinzu kam eine orientalisch-asiatische Melodie mit einem lauten Gong. Hinter einem Krokodil hing ein Gong und immer wenn diese Stelle kam, schlug das Krokodil mit seinem Schwanz dagegen. Die Krallen waren mit goldener Farbe versehen.

Dann kam die Spiegelszene. Ein Spiegel wurde abgesenkt und im ca. 90 Grad-Winkel angebracht. 7 Seerosen öffneten sich und daraus entstiegen 7 niedliche Elfen, die tanzten. Vorne hüpften Wasserspritzer aus einer Wasserorgel mit buntem Licht und bezaubernder Musik.

Im Anschluss kamen 4 oder 5 Hühner, die den Chanson damour zum Besten gaben. Ich erinnere mich da noch an folgende Textstelle: Rakarakara, Chanson Chanson damour.

Dann kam ein Igel aus der Versenkung, gesprochen von Georg Thomalla.




Lied aus dem Tanagra Theater

Hofkonzert in Chinatown
ist der Frösche großer Traum
und wir singen alle hier
wir alle vier
ja ja singen wir hier.

Unsere Show ist riesig heut,
ja das wissen alle Leut.
Lass doch das Gequake sein,
denn alle vier
ja ja singen wir hier.
Qui, Qui,
Yes, Yes, Yes,
Si Si
ja ja ja

International sind wir
alle Sprachen sprechen wir
und der Dicke weiß genau
wir alle vier
ja ja sind doch sehr schlau.

Außerdem sind wir charmant,
habt ihr das nicht gleich erkannt?
Jeder im Phantasialand
der weiß genau
ja ja
wir sind ´ne Schau.
(Froschgequake,dann folgt etwas wie Rikscha)

Hofkonzert in Chinatown,
das war unser größter Traum.
Und wir sagen Wiedersehn
es ist vorbei
Bye Bye
Auf Wiedersehen!





Wasser, Feuer, Licht
Tanagra Theater


Wasser, Feuer, Licht hieß die nachfolgende Show im Tanagra-Theater seit 1994- Mai 2001. Hinter seiner prachtvollen, goldverzierten Fassade verbarg sich ein in Mahagoni gefasstes und in Plüsch gehülltes Theater.

Hier ein Teil des Textes aus Feuer-Wasser-Licht:

Meine Strahlen können Elemente bezwingen.
Feuer, Wasser, Erde ,Licht
allein durch meine Macht zerbricht.

Dies wurde von einer Art Hexe gesagt, die links aus einer Felswand kam. Sie schoß mit grünem Laser auf eine Wand und die Felsenteile wurden zerstört. Dann sang noch eine Meerjungfrau von Fischen umgeben eine Melodie. Am Ende gab es dann 4 Kinder-Figuren, die den Song "We are the world" sangen. Zum großen Finale wurden dann die Kakadus, Papageien und andere Vögel auf die Bühne gebracht und alles sang: "We are the world, we are the Children...".
Untermalt wurde die ganze Show von der bereits in der 1.Tangara-Show bestehenden Wasserorgel, welche zu Walzermelodien Wasserfontänen in die Höhe schoss. Hinzu kam noch das Spiel mit dem Licht.

Fertig war Wasser-Feuer-Licht.

Was ich persönlich sehr schade fand, das es kein wechselndes Bühnenbild wie in der 1. Show gab. Es war ein festes Bühenbild und nichts kam mehr aus der Versenkung, alles war schon fertig und es gab kein Überraschungseffekt mehr. Persönlich war dies dann deswegen nie mein Favorit.

Nachtrag:

Erst kam laut meiner Videosicht Mecki, den wir ja alle noch von der 1. Show kennen. Es lief Walzermusik und die Wasserorgel "spuckte" Fontänen einhüllt von buntem Licht. Oft waren die Fontänen zu hoch, denn oben tropfte das Wasser am Theatersaum runter. Dann kam die Hexe aus der linken Ecke, geschmückt mit einer schwarzen Federboa. Sie sagte: " Ich komme aus einer fernen Zeit, aus einem Land unendlich weit.
Die Schleier der Nebel gehorchen nur mir, und auch mein Zauberwort: Feuer-Wasser-Erde-Licht allein durch meine Macht zerbricht". Dann kam ein höhnisches Lachen der Hexe. Anschließend senkten sich die Steine und die Nixe sang ihr Lied. Dann kam wieder Mecki, der Igel, und man hörte wieder Walzermusik mit Wasserorgel und buntem Licht. In der rechten Ecke standen 4 Kinder aus verschiedenen Ländern, die dann gemeinsam mit allen Vögeln und Blumen "We are the world" sangen.









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